Insel Krk

Geschichte

Krk (lat. Curicta, ital. Veglia) ist eine kroatische Insel im Mittelmeer und nach neueren Messungen mit 405,78 km² neben dem gleich großen Cres die größte Insel in der Adria. Sie liegt in der Kvarner-Bucht südöstlich von Rijeka. Durch die Krk-Brücke ist Krk seit 1980 mit dem Festland verbunden. Auf der Insel leben rund 20.000 Menschen.

 

Die Krk-Brücke (kroatisch: Krčki most) verbindet die kroatische Insel Krk mit dem Festland.

Die Straßenbrücke ist eine Bogenbrücke aus Stahlbeton mit oben liegender Fahrbahn und besteht aus zwei Teilbrücken mit der kleinen Insel Sveti Marko in der Mitte. Die größere der beiden Brücken geht vom Festland über den Tihi kanal (deutsch „(Wind-)Stiller Kanal“) nach Sveti Marko, die kleinere von Sveti Marko über den Burni kanal (deutsch etwa: „Windiger Kanal“, benannt nach Bora) nach Krk. Die Stützweiten betragen 390m und 244m. Rechnet man die unter Wasser liegenden Kämpferfundamente dazu, dann überspannt der längere Bogen eine Weite von 416m. Es war bei ihrer Eröffnung die am weitesten gespannte Beton-Bogenbrücke der Erde und 85m länger als die Gladesville-Brücke bei Sydney, Australien. Sie wurde erst 1996 von der Wanxiang-Brücke in China mit 420m übertroffen. Beide Brücken zusammen sind mit allen Zufahrten 1.450m lang. Die maximale Bogenhöhe beträgt 67m.

Die Bögen der jeweiligen Brücken wurde von Juli 1976 bis 1980 mit vorfabrizierten Kastensegmenten im freien Vorbau mit einer Hilfsabspannung hergestellt. Die beiden Brückenhälften näherten sich einander von beiden Seiten und wurden schließlich in der Mitte verbunden. Sie sind für Windgeschwindigkeiten von 142 km/h bemessen. Es wurden 20.500m³ Beton, 130 t Spannstahl und 4.500 t Bewehrungsstahl verbaut. Im Durchschnitt arbeiteten 350 Arbeiter auf der Baustelle.

Die Brücke wurde am 19. Juli 1980 dem jugoslawischen Präsidenten zu Ehren unter dem Namen Tito-Brücke eröffnet. Von 1980 bis 2000 wurden 27,2 Millionen Autos gezählt, die über die Brücke fuhren. Die Benutzung der Brücke ist mautpflichtig.

 

Geschichte

 

Die ersten bekannten Siedler waren die Japoden, die zum Stamm der Illyrer gehörten. Aus diesem Zeitraum stammt der heutige Name der Insel, dessen Wurzeln in der illyrischen Bezeichnung Kurik liegen. Der griechische Dichter Homer erwähnt in seiner Ilias Koureten, von denen einige annehmen, dass es sich dabei um die Einwohner der Insel Krk handelt. In welchem Zusammenhang die Zauberin Kirke aus der griechischen Mythologie (verwandelte in der Odyssee die Gefährten des Odysseus in Schweine und wohnte auf der Insel Aiaia) mit der Insel Krk steht, ist umstritten. Antike Schriftsteller nannten die Insel Kyriktike, Kurikta, Kurikon, K(u)R(y)K(ta), oder Kuryeta, bei den Römern hieß sie wegen ihres Naturreichtums Insula aurea („goldene Insel“), die Stadt Krk nannte sich stolz Splendidissima civitas Curictarum („Strahlendste Stadt der Krker“). Während des römischen Bürgerkrieges war die Bucht der Insel Schauplatz eines Seegefechtes zwischen den Truppen von Caesar und Pompeius. In der Nähe von Njivice befinden sich noch heute Ruinen der römischen Siedlung Fulfininium.

Die Illyrer wurden später von den Liburnern verdrängt, die ausgezeichnete Schiffbauer und Seeleute waren, und dieses Können für ihre Zwecke nutzten. Von ihnen wurden gute Beziehungen im gesamten Mittelmeerraum aufgebaut, wobei es zu Kontakten mit griechischen Händlern kam. Die Liburner nutzen die günstige Lage der Stadt und der Insel für sich, da die Bernsteinstraße vom Baltikum in Richtung Mittelmeer durch diese Gegend führte. Auch die griechischen Handelswege vom Schwarzen Meer in Richtung der nördlichen Adria konnten von hier aus sehr gut kontrolliert werden. In dieser Zeit hatte sich die Stadt Krk aber noch nicht als Zentrum der Insel entwickelt.

Seitdem war die Insel im Laufe der Jahrhunderte vorwiegend von verschiedenen Besatzungsmächten okkupiert, namentlich den Römern, Venezianern, Ungarn, Österreichern, Franzosen und Italienern. 1919 kam Krk zusammen mit dem übrigen Kroatien zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, welches 1929 im Königreich Jugoslawien aufging.

Krk war in seiner Geschichte eines der Zentren der kroatischen Kultur. Eines der bedeutendsten Schriftzeugnisse der kroatischen Sprache ist die Tafel von Baška aus dem Jahr 1100. Diese in der romanischen St.-Lucija-Kapelle nahe der Ortschaft Baška entdeckte beschriftete Steinplatte trägt eine Inschrift in glagolitischer Schrift. Beschrieben wird die Souveränität des kroatischen Königs Zvonimir I. als Stifter der Kapelle. Das in der Geschichte Kroatiens sehr bedeutende Adelsgeschlecht der Frankopanen wurde ursprünglich auf der Insel Krk in den Fürstenstand erhoben.

Weil die Insel jahrhundertelang zur Republik Venedig gehörte, wurde in Teilen der Insel bis ins 19. Jahrhundert Vegliotisch gesprochen, ein eigenständiges Idiom, das eine Varietät der dalmatischen Sprache darstellte.

 

Flora & Fauna

 

Auf der Insel existieren ungefähr 1300 verschiedene Pflanzenarten, darunter charakteristische Baumarten wie Stein- und Flaumeiche sowie Europäische Hopfenbuche oder Orientalische Hainbuche.

Mehr als 220 Vogelarten wurden bislang nachgewiesen. Die Insel dient zahlreichen mittel- und nordeuropäischen Vögeln sowohl als Rastplatz während der Durchreise, als auch als Ort, an dem einige Arten überwintern. An der südöstlichen Steilküste nisten Gänsegeier, der dortige Küstenstreifen zwischen Glavina und Mala Luka wurde deswegen bereits 1969 in einer Breite von 1 km zum ornithologischen Schutzgebiet erklärt.

Die Zahl der auf der Insel vorkommenden Säugetierarten ist hingegen relativ gering, und die meisten von ihnen wurden vom Menschen eingeführt. Es kommt vor, dass Braunbären vom Festland über den Velebit-Kanal die Insel schwimmend erreichen, um sich ein neues Territorium zu erschließen.

Ein einzelner Autor konnte zwischen 1984 und Ende 1988 insgesamt 852 determinierbare Schmetterlingsarten registrieren.

Einschließlich der Fundangaben von BRUNO und SOCHUREK hat Krk mit 32 vorkommenden Arten knapp vor Cres mit 30 und Sizilien mit 27 Arten die reichhaltigste Herpetofauna aller mediterraner Inseln. Als besonders charakteristisch kann die fast überall vorkommende Ruineneidechse gelten, die vermutlich erst vor wenigen tausend Jahren aus Italien eingewandert ist und die alteingesessene Adriatische Mauereidechse größtenteils verdrängt hat. Unter den zwölf Schlangenarten auf der Insel befindet sich als einzige Giftschlange die Europäische Hornotter, weitaus häufiger sind jedoch die Balkan-Zornnatter, die Gelbgrüne Zornnatter sowie die Äskulapnatter.

 

Quelle: Wikipedia


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